Nachmittagsprogramm: Besuch im Kraftwerk St. Anton/Bozen

Das Nachmittagsprogramm war diesmal einer höchst modernen Struktur gewidmet: Das Kraftwerk St. Anton am Eingang ins Sarntal wurde besichtigt.

Wittfrida Mitterer, Direktorin des Kuratoriums für Technische Kulturgüter, führte die Gruppe von der Talferbrücke über die Talferpromenade zum Krafwerk, gab dabei Einblick in die geschichtliche Entwicklung der Promenade und wies auf die historischen Straßenlampen hin, die erst kürzlich restauriert worden sind.

Im Kraftwerk St. Anton wartete Karl Pichler, Miteigentümer der Eisackwerke GmbH auf die Gruppe und wartete mit imposanten Eckdaten auf, die die Chronistinnen und Chronisten in Erstaunen versetzten. 2015 hat die Eisackwerk GmbH das Kraftwerk St. Anton von SE Hydropower übernommen und in vier Jahren zu einem der modernsten Kraftwerke Europas umgebaut. Etliche Nachhaltigkeitspreise legen Zeugnis darüber ab. Das Kraftwerk ist vollständig unterirdisch in Kavernen angelegt und von außen weder hör- noch sichtbar. Die Jahresproduktion von rund 300 Gigawattstunden (GWh) – das entspricht einem Jahresverbrauch von ca. 1000.000 Haushalten. Es ist das fünftgrößte Wasserkraftwerk in Südtirol.

In einem Kurzfilm wurden die aufwändigen Bauarbeiten gezeigt; anschließend hatte die Gruppe die Möglichkeit, die bunt ausgeleuchteten Stollen zu besichtigen und sich selbst von dem gigantischen Bauwerk zu überzeugen.