Fotorecht: Wann man besser nachfragen sollte

Schutz des Urhebers und Recht am eigenen Bild: Diese beide Grundsätze sind bei der Verwendung von Fotos zu beachten. Marlene Huber vom Amt für Film und Medien gab beim Online-Kurs zu „Urheber- und Persönlichkeitsrechten“ spannende Einblicke ins Foto-, Urheber- und Personenrecht – und sorgte für so manches Aha-Erlebnis bei den TeilnehmerInnen.  Der Urheber eines Bildes – also der Fotograf – muss stets namentlich angeführt werden; auch in Gemeindeblättern rät Marlene Huber dazu. Und vor der Veröffentlichung eines Fotos müssen die abgebildeten Personen ihre Zustimmung geben.

Denn:  Fotografieren zu dürfen, bedeutet nicht gleich, veröffentlichen zu dürfen. Ausnahmen: Bekanntheit, Ausübung eines öffentlichen Amtes, wissenschaftliche, didaktische Zwecke, Zusammenhang mit Geschehnissen von öffentlichem Interesse und in der Öffentlichkeit.  Und auch weil ein Bild schon einmal veröffentlicht worden ist, heißt das nicht, dass es von anderen ohne Genehmigung wieder verwendet werden kann. ChronistInnen tun sich bei einigen Dingen leichter, weil sie die Fotos nicht für kommerzielle Zwecke verwenden.

Fazit: Besser einmal mehr nachfragen als später Probleme bekommen.


Internetrecherche für ChronistInnen

Welch reiche Palette an Recherchemöglichkeiten das Internet für Chronistinnen und Chronisten bietet, zeigte Andrea Raggl-Weissenbach von der Bundesleitung Chronikwesen im Bundesland Tirol beim Online-Kurs „Internet-Recherche“ auf. Ob historische Bücher, Fotos, Sterbebildchen, Zeitschriften oder Karten – vieles davon ist digital zu finden, wenn man weiß, wo und wie suchen.


Großes Interesse am Basislehrgang

Chronikwesen im Aufwind: 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Südtirols Landeschronist Wolfgang Thöni und Referent Bernhard Mertelseder vom Tiroler Bildungsforum am Samstag, 7. März, beim Basislehrgang Chronikwesen in der Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal begrüßen. Die Teilnehmenden kamen aus dem ganzen Land – von Schlanders bis Gsies. Die meisten waren Neueinsteiger und Interessierte, die ins Chronikwesen hineinschnuppern wollten.

Was sollte ein Chronist sammeln? Wie archiviert man Fotos, Filme, Zeitungsberichte, Urkunden oder Sterbebildchen richtig? Und welche Formen der Chronikgestaltung gibt es? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Lehrgangs. Mertelseder gelang es, die Teilnehmenden kompetent und zugleich locker in die Grundlagen der Chronikarbeit einzuführen. Auch erfahrene Chronistinnen und Chronisten konnten ihr Wissen vertiefen und offene Fragen klären.

Weiter geht es mit dem Aufbaukurs am 11. April.