Chronist schult ChronistInnen
Unter dem Motto „Chronist schult Chronisten“ hat Emil Kerschbaumer – seit 25 Jahren Chronist von Milland/Brixen und seit 15 Jahren auch Eisacktaler Bezirkschronist – vier ChronistInnen in seinen Chronikraum im Jakob-Steiner-Haus geladen, die noch nicht so lange im Chronikwesen tätig sind. Im vergangenen Jahr sind viele neue ChronistInnen dazugestoßen.
Was sollte gesammelt werden, wie abgelegt? Wie werden alte Fotos richtig eingescannt? Wie wird eine digitale Jahreschronik erstellt? Emil Kerschbaumer gab Antwort auf Fragen wie diese und viele mehr. Seine Ausführungen untermauerte der erfahrene Chronist mit praktischen Beispielen und konkreten Arbeitshinweisen. Der halbtägige Kurs lieferte den Neo-ChronistInnen viele neue Impulse und wertvolle Anregungen für ihre Arbeit.
Chroniken mit Affinity digital erstellen
Seitenlayouts erstellen, Texte professionell setzen, Bilder und Grafiken platzieren, Vorlagen und Musterseiten verwenden, druckfertige PDFs exportieren: Das alles kann Layout-Programm Affinity. Bei einem ganztägigen Lehrgang mit Landeschronist Wolfgang Thöni erhielten ChronistInnen aus allen Landesteilen einen Einblick, wie eine Chronik digital erstellt werden kann. Auf Einladung des Eisacktaler Bezirkschronisten Emil Kerschbaumer fand der Kurs im Jakob-Steiner-Haus in Milland/Brixen statt. Teilgenommen haben: Rudolf Fischer (Pfalzen), Maria Gall (Klausen), Robert Holzer (Brenner), Kurt Jesacher (Prags), Alois Joas (Vierschach), Sepp Kusstatscher (Villanders), Herta Leitner (Pfalzen), Silvia Prader Firler (Lajen), Toni Profanter (Villnöss), Karl Josef Rainer (Schnals), Stefan Reiterer (Riffian), Otto Schenk (Gufidaun), Peter Seiwald (Gsies), Dietmar Staffler (Ulten), Marianne Tartarotti (Lajen), Ulrike Wörndle (Milland).
Festhalten, was sonst vergessen wird - Vertiefungskurs in Tramin

Chronistinnen und Chronisten dokumentieren, was andere vergessen. Aber was soll eigentlich gesammelt werden? Und wie muss es abgelegt werden, damit man es auch wieder findet? Damit sich auch andere in der Sammlung zurechtfinden?
Um Fragen wie diese ging es beim Vertiefungslehrgang auf Schloss Rechtenthal in Tramin. Die Teilnehmenden dazu kamen aus dem ganzen Land, von Gsies bis Schnals, vom Brenner bis Margreid. Referent Bernhard Mertelseder vom Tiroler Bildungsforum ging in gewohnt kompetenter Weise auf diese und viele weitere Themen ein – und ließ viel Raum für Austausch und Fragen.
Fazit: Ein spannender und gelungener Kurstag – mit vielen neuen Impulsen, auch für erfahrene Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Fotorecht: Wann man besser nachfragen sollte
Schutz des Urhebers und Recht am eigenen Bild: Diese beide Grundsätze sind bei der Verwendung von Fotos zu beachten. Marlene Huber vom Amt für Film und Medien gab beim Online-Kurs zu „Urheber- und Persönlichkeitsrechten“ spannende Einblicke ins Foto-, Urheber- und Personenrecht – und sorgte für so manches Aha-Erlebnis bei den TeilnehmerInnen. Der Urheber eines Bildes – also der Fotograf – muss stets namentlich angeführt werden; auch in Gemeindeblättern rät Marlene Huber dazu. Und vor der Veröffentlichung eines Fotos müssen die abgebildeten Personen ihre Zustimmung geben.
Denn: Fotografieren zu dürfen, bedeutet nicht gleich, veröffentlichen zu dürfen. Ausnahmen: Bekanntheit, Ausübung eines öffentlichen Amtes, wissenschaftliche, didaktische Zwecke, Zusammenhang mit Geschehnissen von öffentlichem Interesse und in der Öffentlichkeit. Und auch weil ein Bild schon einmal veröffentlicht worden ist, heißt das nicht, dass es von anderen ohne Genehmigung wieder verwendet werden kann. ChronistInnen tun sich bei einigen Dingen leichter, weil sie die Fotos nicht für kommerzielle Zwecke verwenden.
Fazit: Besser einmal mehr nachfragen als später Probleme bekommen.
Internetrecherche für ChronistInnen

Welch reiche Palette an Recherchemöglichkeiten das Internet für Chronistinnen und Chronisten bietet, zeigte Andrea Raggl-Weissenbach von der Bundesleitung Chronikwesen im Bundesland Tirol beim Online-Kurs „Internet-Recherche“ auf. Ob historische Bücher, Fotos, Sterbebildchen, Zeitschriften oder Karten – vieles davon ist digital zu finden, wenn man weiß, wo und wie suchen.
Großes Interesse am Basislehrgang

Chronikwesen im Aufwind:
20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Südtirols Landeschronist Wolfgang Thöni und Referent Bernhard Mertelseder vom Tiroler Bildungsforum am Samstag, 7. März, beim Basislehrgang Chronikwesen in der Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal begrüßen. Die Teilnehmenden kamen aus dem ganzen Land – von Schlanders bis Gsies. Die meisten waren Neueinsteiger und Interessierte, die ins Chronikwesen hineinschnuppern wollten.
Was sollte ein Chronist sammeln? Wie archiviert man Fotos, Filme, Zeitungsberichte, Urkunden oder Sterbebildchen richtig? Und welche Formen der Chronikgestaltung gibt es? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Lehrgangs. Mertelseder gelang es, die Teilnehmenden kompetent und zugleich locker in die Grundlagen der Chronikarbeit einzuführen. Auch erfahrene Chronistinnen und Chronisten konnten ihr Wissen vertiefen und offene Fragen klären.
Weiter geht es mit dem Aufbaukurs am 11. April.


