Parauniversitäre Weiterbildung

Parallel zu den Werkstudentenkursen hat sich das SBZ in den 70er Jahren der Entwicklung und Durchführung von parauniversitären Ausbildungslehrgängen zuge- wendet. Um den Mangel an fachlich qualifizierten Ausbildern im Schul- und Vereinssport auszugleichen, organisierte das SBZ vom 1971 bis 1976 drei zweisemestrige Befähigungslehrgänge für Fachsportlehrer. Als im Jahre 1974 infolge eines bestehenden Akademikermangels zur Nachbesetzung der Gemeindesekretärsstellen das einschlägige Regionalgesetz dahingehend abgeändert wurde, dass für einen vorübergehenden Zeitraum (bis 31.12.1986) auch Maturanten zur Besetzung von Gemeindesekretärsstellen zugelassen waren, sofern sie einen Befähigungslehrgang für Gemeindesekretärsanwärter besuchten und abschlossen, hat das SBZ einen zweijährigen Befähigungslehrgang für Gemeindesekretärsanwärter konzipiert und bis 1986 mehrmals durchgeführt. Von 1987 bis 1998 wurden diese Lehrgänge für Akademiker einjährig fortgesetzt. Zur Förderung des zweiten Bildungsweges auch im Mittel- und Oberschulbereich hat das SBZ bis Mitte der 80er Jahre der Arbeitsgemeinschaft zweiter Bildungsweg (AZB) unentgeltlich seine Sekretariatsstrukturen zur Verfügung gestellt.
Ende der  70er Jahre wurde dem SBZ von der Südtiroler Landesregierung der Auftrag für die Durchführung von  medizinischen, nicht ärztlichen Lehrgängen erteilt: beginnend mit dem Lehrgang für medizinisch technische Assisitenten folgten die Studiengänge für Physiotherapeuten, Logopäden, Diätassistenten usw. Insgesamt wurden Lehrgänge für 14 verschiedene Berufsbilder organisiert.
Im Jahre 1996 wurde zum Zwecke der Durchführung dieser Studiengänge die ARGE, eine Arbeitsgemeinschaft zwischen den vier Sanitätsbetrieben und dem Südtiroler Bildungszentrum, als Träger der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana gegründet. Seit 2005 ist die Claudiana eine eigenständige Fachhochschule für Gesundheitsberufe.