SIAE / ENPALS

Die Bürokratie für die Kulturschaffenden ist in den letzten Jahren immer komplexer und undurchsichtiger geworden. Sie nimmt zu viel Zeit in Anspruch und behindert die Vorbereitung eines Events im Besonderen und die kulturelle Tätigkeit im Allgemeinen.
In Südtirol arbeiten sehr viele Vereine und Verbände aus Tradition auf ehrenamtlicher Basis und gestalten mit ihrem Einsatz das Kulturgeschehen im ganzen Land. Sie opfern dabei ihre kostbare Freizeit und stellen sich in den Dienst der gesamten Bevölkerung. Diese ehrenamtli-che Tätigkeit ist das Um und Auf im kulturellen Geschehen in den Gemeinden, Bezirken und Tälern in unserem Land. Um Veranstalter, Organisatoren, Musiker, Schauspieler, Autoren etc. von zusätzlichen Belastung zu befreien, hat das Südtiroler Bildungszentrum eine SIAE und ENPALS Informationsstelle eingerichtet.
Das Informationsbüro ist am Dienstag, 13. März 2007 von Landesrätin Dr. Sabina Kaslatter-Mur der Öffentlichkeit vorgestellt worden und ist seither jeden Montag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr für Anfragen und Publikumsverkehr geöffnet.
Im dritten Jahr der Tätigkeit der Informationsstelle haben sich die Anliegen der Musiker und Künstler, die in den letzten Monaten in der Infostelle vorstellig wurden, von der Anfangs großen Unsicherheit im Enpals-Bereich mehr auf die Siae und steuerrechtliche Fragen verlagert.
Äußerst konstruktiv und erfolgreich verlief das Treffen von Vertreten aus Südtirol mit der Führungsspitze der Enpals in Rom, welches das Südtiroler Bildungszentrum, in Absprache mit den Ämtern des Präsidiums und des Kulturassessorates der Südtiroler Landesregierung, organisiert hat.
Vordergründig ging es um die Einhaltung der Zweisprachigkeit, um die Anerkennung von Rentenbeiträgen und um die besondere Situation der Künstlerinnen und Künstler und Veranstalter in Südtirol. Beim Treffen, an dem sich auch die SIAE mit der römischen Dienstabteilungsleiterin Frau Marina Landi und dem SIAE Direktor von Bozen Herrn Lucca Cattani beteiligten, wies die Präsidentin auf die kulturellen und sprachlichen Besonderheiten Südtirols hin und erörterte weitere Fragen im Zusammenhang mit der Künstlerrentenversicherung.
Die höchste Führungsriege der Enpals zeigte sich sehr bemüht und aufgeschlossen bezüglich der Anliegen der Südtiroler Delegation und versprach Besserungen bzw. weitere Schritte um den Erfordernissen zu entsprechen. Wichtige Formulare sollen zweisprachig aufliegen, zudem will man an einer Informationsbroschüre arbeiten, bei welcher man sich mit Bozen abstimmen möchte. Informationsveranstaltungen vor Ort sollen Multiplikatoren ausbilden, die in ihren jeweiligen Institutionen (Öff. Ämter, Kulturverbände, HGV, KVW usw.) Ansprechpartner sind.
Die SBZ Beratungsstelle wird außerdem einen Fragenkatalog mit noch offenen Punkten und Interpretationen direkt an die Generaldirektion übermitteln. Fragen von allgemeinem Interesse werden auch über Internet (Enpals und SBZ) und über die Medien bekannt gemacht. Zusammen mit der SIAE, die auch bezüglich Enpals immer der periphere Hauptansprechpartner bleiben soll, kann ein Netzwerk geschaffen werden, das im Sinne der Künstler und der Veranstalter agiert.
Die Beratungsstelle wird im Jahr 2010 die steuerrechtliche Beratung weiter anbieten. Neben dem ehrenamtlichen Mitwirken des SBZ-Vizepräsidenten und Steuerberaters Dr. Walter Steinmair wird diese Beratung von Dr. Oliver Blaha durchgeführt.

DOWNLOADS
 
Kostennote deutsch
Kostennote italienisch
Berufsgruppenverz. ENPALS
ENPALS-Anmeldeformular
ENPALS-Infos für Veranstalter und Musiker
Doppelbesteuerung Deutscher Freiberufler
Eigenerklärung Hobbymusiker
Eigenerklärung Hobbymusiker italienisch
Siae-EnpalsBueros in Suedtirol